Peitz um 1786

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Hier finden Sie eine Übersicht, aller historischen Darstellungen, welche von unserem Verein und/oder einzelnen Mitgliedern praktiziert werden.

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Bewaffnete Knechte

Dreißigjähriger Krieg

Musketiere

Festungszeit

Peitzer Kompanie des Neues Garnisonregiments

Bis 1742 gab es in den 11 kleineren Festungen in Preußen (Mörs, Altena, Spandau, Regenstein, Tempelburg, Draheim, Bärwalde, Driesen, Peitz, Cüstrin, und Stettin) eigene und selbständige Festungskompanien. König Friedrich II. ließ diese Kompanien der einzelnen Festungen 1742 zu einem Regiment unter dem Namen "Neues Garnison - Regiment" zusammenfassen. Jede Kompanie hatte ca. 120 Soldaten und war dazu bestimmt, die Festung in Friedens- und Kriegszeiten zu schützen. Im Kriegsfall wurden die einzelnen Festungskompanien durch Feldregimenter der Armee verstärkt und unterstützt. In Friedenszeiten hatten die Soldaten die militärischen Festungsanlagen wie z. B. das Zeughaus zu schützen. Zudem nahmen sie regelmäßig polizeiliche Aufgaben war.

Die Uniform der Peitzer Garnisonssoldaten bestand aus folgenden Stücken:

- schwarzem Dreispitz mit rotweißem Hutpuschel ( Musketierhut )
- weißem Hemd mit schwarzer Halsbinde
- blauer Weste mit silberfarbenen Knöpfen
- blauer Hose
- weißen Gamaschen mit messingfarbenen Knöpfen
- schwarzen Stiefeletten
- blauen Rock mit roten Aufschlägen ( ab ca. 1742 schwarze Aufschläge )

Im Sommer trugen die Mannschaften die Rockaufschläge hochgeknöpft. Im Winter wurden die Rockaufschläge herunter gelassen und der Rock geschlossen getragen. Der einfache Soldat erhielt in Preußen jedes Jahr einen neuen Rock, Hose, Halsbinde, Hut, Weste und Gamaschen.

Als Ausrüstungsgegenstände erhielten die Peitzer Soldaten:

- ein Steinschlossgewehr, Kaliber 20 mm, mit Bajonett
- eine schwarze Patronentasche mit insgesamt 60 Patronen
- eine Wasserflasche aus Zinn

Die Peitzer Garnison bestand ab ca. 1756 aus überwiegend ehemals verwundeten und wieder genesenen Soldaten, die nicht mehr feldverwendungsfähig waren.

Musketier
Festungskanoniere
Offizier

Erster Weltkrieg

Infanterie-Regiment "von Alvensleben" (6. Brandenburgisches) Nr. 52

Quelle Wikimedia

Das 6.Brandenburgische Infanterie-Regiment wurde ursprünglich am 05.05.1860 als 12. kombiniertes Infanterie-Regiment aufgestellt. Zu Ehren eines verstorbenen preußischen Gernerals der Infanterie, Konstantin von Alvensleben, erhielt das Regiment den Namenszusatz "von Alvensleben". Zum Zeitpunkt der Mobilmachung 1914 war das 1. Batallion in Crossen, das 2. und 3. Batallion samt Stab in Cottbus stationiert. Als Teil der 5. Infanterie-Division kämpfte die Einheit zunächst in Belgien und Nordfrankreich, später auch in Galizien und Norditalien. Nach dem Krieg wurde die Tradition des Regiments durch die 4. Kompanie des 8. (Preußischen) Infanterie-Regiments der Reichswehr übernommen.

Die Uniform eines preußischen Musketiers der Linien-Infanterie-Regimenter bestand zur Mobilmachung im August 1914 wie dargestellt aus:

- Pickelhaube Modell 1895 mit preußischem Zierate, hier zusehen mit Helmüberzug mit roten Abzeichen
- Feldmütze für Mannschaften der preußischen Infanterie Modell 1907
- weißes Mannschaftshemd und Halsbinde Modell 1909
- Feldrock der preußischen Infanterie mit brandenburgischen Ärmelaufschlägen Modell 1907/10
- Tuchhose Modell 1907 mit Hosenträgern
- Marschstiefel Modell 1866 mit Marschriemen(keine Standardausrüstung)
- Feldmantel Modell 1908(über dem Tornister zusammengerollt und mit Riemen befestigt)

Standardmäßig ausgerüstet wurde der preußische Musketier mit:

- Koppel für preußische Fußtruppen mit braunem Leibriemen und preußischem Kastenschloss
- zwei dreiteilige Patronentaschen Modell 1909, Fassungsvermögen 120 Patronen - Brotbeutel Modell 1902
- Feldflasche Modell 1907
- Kochgeschirr für Fußtruppen Modell 1910
- Feldspatenhülle Modell 1909 mit Feldspaten Modell 1898
- Bojonett Modell SG 98/05 mit Bajonettscheide und Säbeltroddel(5.Kompanie)
- Tornister Modell 1907/13 mit Zeltzubehörbeutel
- Zeltbahn Modell 1893(über dem Tornister zusammengerollt und mit Riemen befestigt)

Standardmäßig wurde die Linien-Infanterie-Regimenter der Deutschen Armee mit dem Gewehr 98 ausgerüstet.


© Historischer Verein zu Peitz e.V.     Letzte Änderung 14.08.2019